Chronik der Partnerschaft zwischen dem Uffz.-Korps der 1.Kompanie des Pz.Btl. 84 und dem Schwarzen Korps von 1826

Von einer kameradschaftlichen Bierrunde zur Partnerschaft.
Wir besuchten die Soldaten auf ihren Übungsplätzen
Besuche auf Truppenübungsplatz Grafenwöhr oder auch ein Biwak in Bergen/Hohne, Raum "Stettin" mit der Vorführung einer Gefechtsübung der verbundenen Waffen einschließlich Fliegerangriffen, fielen schon aus dem Rahmen.
Aber die Besuche von den Schwarzen bei unseren Freunden vom Unteroffizierskorps in Castlemartin in Wales waren die Spitze. Die Fahrten nach Castlemartin fanden in den Jahren 1989, 1992, 1993 und 1994 statt. Insgesamt 2l Schwarze beteiligten sich an diesen anstrengenden Touren. Mit nicht zu übersehender Freude wurden die Schwarzen immer wieder begrüßt. Hervorragend organisiert seitens der 1./84 waren diese Besuche - u.a. durch Oberstleutnant Werner Gruhl, Hauptmann Jörg Schmelter, Oberstabsfeldwebel Peter "Willi" Schneider und Stabsfeldwebel Dietrich Blonsky - ohnehin. Das reichhaltige Programm beinhaltete Besichtigungen der dort typischen Kapellen, Kathedralen und Pubs, Schlauchboottouren durch Felsenhöhlen wurden gemacht und so manch ein Abend klang beim Grillen und Whiskytrinken aus
Eine starke Verbindung !
Kompaniefeldwebel Peter Adomaitis
Das erste kameradschaftliche Treffen der beiden Korps fand am 5. Oktober 1968 im Gasthaus Fraaß in Dahlenburg statt.
Wir Schwarzen hatten einen Wettkampf im Luftgewehrschiessen und einen Wettkampf im Kegeln organisiert. Die Soldaten konnten prima kegeln, wir Schwarzen waren beim Schiessen nicht zu schlagen. 26 Gäste und 43 Schwarze nahmen teil. Bei Eisbein und Sauerkraut wurden 2 Fass Bier und 5 Flaschen Schnaps getrunken und es war ein langer fröhlicher Abend. Allen Beteiligten hatte dieser Abend gefallen und so wurde eine Einladung nach Lüneburg ausgesprochen.
Das erste Treffen in Lüneburg bei den Kameraden vom Unteroffizierskorps der 1. Kompanie des Panzerbataillon 84 wurde für uns Schwarze ein unvergessenes Erlebnis. Am 29. März 1969 fuhren wir mit einem Bus zum Truppenübungsplatz nach Deutsch Evern. Dort wurden wir vom Kompaniechef Hauptmann Pantel begrüßt. In einer kurzen Ansprache wünschte er, dass sich das kameradschaftliche Band zwischen dem Schwarzen Korps des Schützenvereins Dahlenburg und seinem Unteroffizierskorps weiter festigen möge. In seiner Erwiderung betonte Hauptmann Carl-Wilhelm Müller, dass bei den Schwarzen dieser Wunsch ebenfalls bestehen würde. Danach begannen die Schiesswettbewerbe mit dem Nato-Gewehr G 3.
Danach führten wir Schwarzen im Uffz. - Kasino unsere Korpsversammlung durch, derweil sich die Kameraden der Bundeswehr für das Abendessen landfein machten. Zum Schluss des Treffens, gegen 23.00 Uhr, wurden die Kameraden der Bundeswehr von unserem Präsidenten Otto Karstens, mit einem Dank für den gelungenen Tag, zu unserem Schützenfest eingeladen. Von da an sind sie bei jedem Dahlenburger Schützenfest gern gesehene Gäste. Weitere Treffen folgten in den Jahren 1970 bis 1973. Ob Schiessen um einen Wanderpokal, Fahrradrallye mit Erbsensuppe oder Skatabende, die Schwarzen und Soldaten hatten ihren Spaß dabei.
Ein unvergessenes Erlebnis wurde uns Schwarzen am l8. Mai 1974 geboten. Die Schwarzen hatten sich zum "Großen Gefecht" mit den Unteroffizieren in Deutsch Evern getroffen. Nach einem Schlag aus der Gulaschkanone und Einkleidung mit einem Blaumann ging es los. Mit den Handfeuerwaffen der Soldaten; Pistole, Maschinenpistole, G3 Gewehr, MG und auch Panzerfaust wurde in Form eines Wettkampfes scharf geschossen und auch gute Ergebnisse erzielt.

Der Höhepunkt für uns war aber das Fahren mit Krad, Geländewagen, Lastkraftwagen und Panzern. Am meisten begeisterte allen das Panzerfahren im Gelände. Es ging durch dick und dünn, bergauf und bergab, und selbst ein Teich konnte durchfahren werden. Nur drei einsame Birken überstanden die Fahrkünste eines Schwarzen nicht.

ine Filmvorführung und ein gemeinsames Abendessen beschloss diesen hervorragend organisierten Tag. Der Wanderpreis wurde durch das bessere Trefferergebnis vom Schwarzen Korps gewonnen, die Ehrenscheibe blieb beim Unteroffizierskorps. Heute hängt dieser Ehrenteller im "Dietrich".
Ein weiteres bemerkenswertes Ereignis war die "Rollende Waffenschau" am 23. August 1974 in Dahlenburg "Im Dom". In der Kieskuhle in Quickborn (Dahlenburg) wurden Fahrten mit gepanzerten Fahrzeugen angeboten, auf dem Parkplatz "Im Dom" fanden Vorführungen mit Bergepanzern und anderen Spezialfahrzeugen statt, eine Entseuchungsstation konnte besichtigt werden, Fallschirmspringer versuchten in der Mitte des Sportplatzes zu landen und ein nicht ganz ernst zu nehmendes Fußballspiel, Schwarze gegen Soldaten, wurde durchgeführt. Der Manöverball im Gasthaus Adam bildete den Abschluss dieses gelungenen Wochenendes.

Die Patenschaft zwischen der Gemeinde Dahlenburg und der 1. Kompanie 84 entstand im Jahr 1975.

Die Patenschaft entstand auf der Grundlage langjähriger Kontakte zwischen dem Schwarzen Korps und dem Unteroffizierskorps der l.Kompanie.
Trotz schlechten Wetters war ganz Dahlenburg auf den Beinen. Interesse fanden vor allen eine Gefechtsübung und die Waffenschau. Als Patengeschenke brachten die Soldaten selbstgefertigte Wippen, Hütten und ein Fort für den Kinderspielplatz mit. Die Gegengabe der Gemeinde war eine handschriftliche reich bebilderte Chronik des Fleckens
Die folgenden Jahre brachten, zur Förderung der Kameradschaft, immer wieder Treffen, mal in Lüneburg, mal in Dahlenburg.
Anlässe Freundschaften wieder aufzufrischen gab es genug:
Das 160-jährige Bestehen des Schwarzen Korps, das 25 und 30-jahrige Bestehen des Panzerbataillon 84, Gelöbnisse in Lüneburg und Dahlenburg, Skat- und Knobelabende, Vergleichschiessen auf verschiedenen Schießständen, der Neujahrsempfang und . . . .
25 Jahre Patenschaft .
Am 25. und 26. Oktober 2000 konnte die Gemeinde Dahlenburg und die 1. Kompanie des Pz.Btl. 84 auf 25 Jahre Patenschaft zurückblicken. Dieses stolze Jubiläum wurde mit einem Patenschaftswochenende in Dahlenburg gebührend begangen. Empfang im Rathaus, Biwak im Dorn, Übernachtung von Soldaten bei Gasteltern, ein feierliches Gelöbnis mit über 400 Soldaten, Waffenschau und Festball im Schützenhaus rundeten die gelungene Veranstaltung ab. Die aufwendige Dekoration des Schützenhauses, durch die Soldaten der 1./84, fand die uneingeschränkte Bewunderung der Dahlenburger Bevölkerung. Über 230 Besucher feierten bis in die frühen Morgenstunden. Der besondere Dank für diese gelungene Veranstaltung gilt allen Soldaten der 1./84, dem Unteroffizierskorps unter der Führung von Kompaniefeldwebel Peter Adomeitis und dem Kompaniechef Ralf Turge.
Wie tief die Patenschaft zwischen dem Uffz-Korps und dem Schwarzen Korps gefestigt ist, wird dadurch untermauert,  dass zwischenzeitlich 20 Schwarze Kameraden zu Ehren-Unteroffizieren des Uffz-Korps 1./PzBtl 84 geworden sind.
Am 30. Januar 2002 werden die schlimmsten Befürchtungen um Auswirkungen aus einer abermaligen Strukturreformdebatte der Bundeswehr für alle Angehörigen des Panzerbataillons 84 traurige Gewissheit. Verteidigungsminister Scharping hat die Auflösung des Panzerbataillon 84 zum 31.12.2002 angeordnet. Der Traditionsstandort Schlieffen-Kaserne wird komplett geschlossen. 
In 2002 erreichen die gemeinsamen Aktivitäten zwischen dem Uffz-Korps  und dem Schwarzen Korps trotz der zum 31.12. unwiderruflich angeordneten Auflösung ihren Höhepunkt.
Neben den Terminen des Schwarzen Korps werden folgende Veranstaltungen in 2002 gemeinsam absolviert:
25.01.2002: Kompanieübergabe von Kompaniechef Freiherr von Adrian-Werburg an Major Ralf Turge. 
07.03.2002: Unteroffiziersabend in Lüneburg
11.04.2002: Letztes gemeinsames Übungsschießen
02.06.2002: Letzter Tag der offenen Tür in der Schlieffenkaserne
03.06.2002: Auflösungsappell auf dem Marktplatz Lüneburg, gemeinsamer Aufmarsch der 1.
Kompanie mit einer mehr als 30 Mann starken Abordnung des Schwarzen Korps. Oberbürgermeister Mädge und der Stellvertretende Befehlshaber Heeresführungskommando, Generalmajor Friedrich Frhr. von Senden, halten die Abschiedsreden. Nachdem der Bataillonsmarsch „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“ verklungen ist, rollt Oberstleutnant von Adrian-Werburg die Truppenfahne ein und übergibt Sie an eine Fahnenabordnung der Panzertruppenschule Munster, wo sie fortan aufbewahrt wird.
27.06.2002: Unteroffiziersabend in Lüneburg.
30.08.2002: Auflösungsappell zur Beendigung der Patenschaft zwischen der Gemeinde Dahlenburg und der ersten Kompanie, Austausch der Urkunden zur Auflösung im Rahmen eines Festaktes im Dahlenburger Rathaus, feierlicher Auflösungsappell mit einer Abordnung Dahlenburger Vereine und Feuerwehren auf dem Sportplatz Dorn, Übergabe einer Flagge der 84er an Bürgermeister Arnfried Pischke.
Am 20.09.2002 laden das Schwarze Korps und die Unteroffiziere der 1./PzBtl 84 zum Abschlussfest der Patenschaft in das Schützenhaus Dahlenburg ein. Das Schützenhaus wird hierzu noch einmal in  ein bis dato noch nicht gekanntes Festkleid verwandelt. Eine Brunnenlandschaft mit einer Brücke symbolisiert an diesem Abend den Brückenschlag zwischen Schützen und Soldaten, der in Dahlenburg erfolgreich gelang. Mehr als 240 Gäste wohnen dieser Veranstaltung bei. Dem Hauptmann des Schwarzen Korps Frank Krause wird an diesem Abend durch den Kompaniechef Ralf Turge eine besondere Auszeichnung zur Ehre gereicht: Ihm wird das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold auch stellvertretend für sein Korps übergeben. Ein besonderer Dank an diesem Abend gilt nochmals dem Kompaniefeldwebel Peter Adomaitis und seinen Unteroffizieren sowie dem Ehrenkommandeur Ulli Rambusch, der in diesen Tagen noch eine Wehrübung bei der 1. Kompanie absolviert und die Soldaten bei der Vorbereitung des Abends tatkräftig unterstützt. 
Gemeinsam wird bei nochmals eine rauschende Ballnacht bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Der 18.12.2002 in der Lüneburger Truppenküche ist der letzte gemeinsame Abend (Link zur Bildergalerie) zwischen dem Uffz-Korps und dem Schwarzen Korps. An dem Abend nehmen 19 von 20 Ehrenunteroffizieren aus dem Schwarzen Korps teil. Hier wird dem Korps nochmals eine besondere Ehren zu teil: Kompaniefeldwebel Peter Adomaitis übergibt dem Hauptmann Frank Krause ein in Leder gebundenes Buch mit dem Wappen des Unteroffizierskorps. Dieses Buch hat 1994 der damalige Kompaniechef und Mitglied im Schwarzen Korps Jörg Schmelter seinem Uffz-Korps mit folgendem Eintrag gewidmet:
Ich danke dem Unteroffizierskorps der 1./PzBtl 84 für 2 Jahre Loyalität, vorbildliche Einsatzbereitschaft und hohe Leistungsfähigkeit, die mir das Führen der Kompanie zu einer angenehm bleibenden Erinnerung gemacht haben. 25.11.1994, J. Schmelter, KpChef vom 23.10.1992-25.11.1994.
Peter Adomaitis übergibt das Buch in die Hände des Schwarzen Korps mit folgendem Eintrag:
Leider ist dieses schöne Buch nie zu seiner Bestimmung gekommen. Mit Auflösung der 1./PzBtl 84 möchte ich dieses Buch nun an meine Ehrenunteroffiziere im Schwarzen Korps übergeben. Beschreibt die leeren Seiten mit Dingen, die es Wert sind, weitergegeben zu werden. Meinen Schwarzen in ewigen Erinnerung gez. Peter Adomaistis, Oberstabsfeldwebel und letzter Kompaniefeldwebel der 1./PzBtl 84.
Das Korpsbuch soll zukünftig als „Goldenes Buch des Schwarzen Korps“ besondere Momente im Korpsleben dokumentieren und wird durch den Hauptmann aktualisiert.
Der Ehrenhauptmann und Präsidiumsmitglied Manfred Evers findet noch einmal sehr passende Schlussworte zur Patenschaft in einem Zitat des Johann Heinrich Pestalozzi:
 Wenn unser Leben (hier: unsere Partnerschaft) sich neigt, so sollen wir sein wie die Bäume des Herbstes – voll reifer Früchte. Diese Früchte des Herbstes wollen wir in uns wirken lassen.
Mit dem 31.12.2002 wird das Panzerbataillon 84 außer Dienst gestellt, aber die Verbindung zu den Soldaten und Familien bleibt weiter bestehen. Derzeit sind mehr als 15 Kameraden des ehem. Uffz-Korps der 1./84 über eine Fördermitgliedschaft dem Schwarzen Korps verbunden und nehmen, soweit es die persönliche Freizeit und Entfernung zulässt, an Veranstaltungen weiter teil.
Das Finale der Patenschaft erlebt die Öffentlichkeit am Pfingstsonntag 2003 anlässlich der Festrede des Hauptmanns Frank Krause auf dem Königskommers zum Thema Patenschaft, Partnerschaft, Freundschaft: Erstmals tragt er gemeinsam mit dem letzten Kompaniefeldwebel der 1. /PzBtl 84, Peter Adomaitis  die Festrede vor. Die Landeszeitung berichtet am 04.07.2003 folgendes:
Durch die Auflösung der 1. Kompanie des Panzerbataillon 84 in Lüneburg ist die Partnerschaft zwischen dem Schützenverein und der Bundeswehr offiziell erloschen, gefestigt sind hingegen viele Freundschaften von Soldaten zu den Dahlenburgern. Partnerschaften könne die Obrigkeit verordnen, doch die Verbundenheit mit der 1./84 zeigte, was Menschen miteinander erreichen können. Es war nicht selbstverständlich, dass sich Schützenverein (Anmerkung: Hier im Besonderen das Schwarze Korps)  und Soldaten so viel gegeben haben. Beim diesjährigen Schützenfest zeigte sich, wie tief die Verbundenheit zwischen Soldaten und Schützen verwurzelt ist. „Wir erfuhren Ehrlichkeit, Offenheit und wahre Freundschaft“, erinnert Oberstabsfeldwebel Peter Adomaitis. Nicht über andere reden, sondern Vertrauen langsam wachsen lassen und vorleben, dann profitieren Menschen durch Patenschaften, sieht Adomaitis den Erfolg. „Mit Wehmut haben wir Abschied genommen“, sagte Frank Krause, Hauptmann des Schwarzes Korps. „Viele zwischenmenschliche Beziehungen konnten wachsen, weil wir alle etwas dafür getan haben“. Mit einfachen Mitteln dauerhafte Werte schaffen durch Liebe zum Mitmenschen bei gleichzeitiger Entwicklung von einer materiellen Gesellschaft hin zu einer Wertegesellschaft. Die Schützenfamilie war aufgerufen, freundschaftliche Kontakte zu pflegen und tat es gern. „Das Finale der Patenschaft haben wir nunmehr erlebt“, brachte Präsidiumsmitglied Manfred Evers vom Dahlenburger Schützenverein auf den Punkt, was die Dahlenburger für die lange Patenschaft mit der Bundeswehr empfanden.
Die Dahlenburger Bürger und insbesondere das Schwarze Korps, welches sich zu Recht als Motor der Patenschaft verstanden hat, sagen Danke für die vielen unvergessenen Momente, die gemeinsam mit den 84er erlebt wurden. Dieser Dank gilt insbesondere allen verantwortlichen Kompaniefeldwebeln, Unteroffizieren und Kompaniechefs der 1. Kompanie für die erlebte Kameradschaft in mehr als 30 Jahren.
Wir bedanken uns bei allen Verantwortlichen Kompaniefeldwebeln, Unteroffizieren und Kompaniechefs der 1. Stabskompanie für gemeinsam erlebte Kameradschaft.